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Hinduismus

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HINDUISMUS

MYTHOLOGIE

Die hinduistische Mythologie berichtet, Saraswati sei aus Brahma geboren worden. Dieser hatte das Verlangen, die Schpfung hervorzubringen und begab sich in Meditation.
Daraufhin teilte sich sein Krper in eine mnnliche und eine weibliche Hlfte, Saraswati. Brahma vereinte sich mit ihr und daraus entstand der Manu, Stammvater der Menschheit. Oft wird auch erzhlt, Saraswati entstamme dem Mund des Brahma und sei entstanden als dieser die Welt durch seine schpferische Rede erschuf.
In einem anderen, weniger populren Mythos dagegem entsteht die Gttin aus Krishna. Dieser teilte sich in mnnlich und weiblich, Geist und Materie, Purusha und Prakriti, um die Welt zu erschaffen. Die weibliche Hlfte nahm die Form von fnf dynamischen Krften oder Gttinnen an, von denen eine Saraswati war.

 

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Saraswati, die Flieende,die populrste hinduistische Gttin.

Saraswati gilt als weibliche Kraft (Shakti) des Gottes Brahma, die hinduistische Mythologie stellt sie als seine Gattin dar. Diesem scheint sie untergeordnet; in der Glaubenspraxis jedoch gilt die Anbetung hauptschlich ihr, whrend die Verehrung des Brahma weitgehend ausgestorben ist.

Als Vac (Wort, Logos), so ein anderer Name, verkrpert sie das personifizierte Wort, die perfekte Rede.

Weitere Beinamen sind Mahavidya, die groe Weisheit, und Jagaddhatri, Herrin der Welt.

Mit ihr identifiziert man oft auch die Gttin Gayatri. In einem wichtigen Buch der Verehrer der Gttin, dem Devi Mahatmyam, bildet sie als achtarmige Maha Saraswati, die groe Saraswati, zusammen mit Maha Kali sowie Maha Lakshmi eine weiblichen Trimurti.

 

Als Gefhrtin des Schpfergottes Brahma ist sie die “Mutter der gesamten Schpfung”. Zugleich ist sie die Verkrperung des Wissens schlechthin, sowohl im Bereich der Wissenschaften, des alltglichen Lebens als auch der Kunst.

Whrend die Welt in das Dunbkel der Unwissenheit getaucht ist, erstrahlt Saraswati in strahlendem Weiss. Oft sitzt sie auf einer weissen Lotusblte (Symbol der Reinheit und Vollkommenheit).

Um all die Insignien ihrer Macht halten zu knnen, haben hinduistische Gtter (oft) mehrere Arme.

Saraswati trgt in ihren (meist vier) Armen die Heiligen Schriften, eine Lotusblte, einer (Gebets-) Kette, eine indische Laute.

Die vier Hnde symbolisieren die vier Aspekte menschlicher Persnlichkeit:

  • Geist
  • Intellekt
  • Ich-Identitt
  • Bewusstsein

 

Die pantheistische religis-philosophische Grundlehre

Das schpferische Weltprinzip jenseits von Zeit und Raum; siehe:
http://www.philolex.de/brahatma.htm

BRAHMAN (kosmisches Prinzip) und ATMAN (psychisches Prinzip/ Einzelseele)

 

Die “AVATARE” des Brahma:

 

Krishna (Nummer 8 ?)

Vishnu

Buddha

Unterschied Hinduismus - Buddhismus

Die buddhistische "Kultur" als ein geistig orientierendes Werte- und Praxissystem beruht auf einem spezifischen Verstndnis dieser altindischen Grundlehren: "Reinkarnation" oder Kreislauf der Wiedergeburten "Samsra", Gesetz von Ursache und Wirkung "Karma" (Wirken, Sichauswirken), menschliche Gre "Arierschaft", zeitlose Ordnung "Dharma" und befreiende Schau der "Hchsten Wahrheit". Sie stehen im Zentrum der beiden, aufgrund ihres gemeinsamen kulturellen Entstehungsraumes verwandten "indischen" Weltreligionen Hinduismus und Buddhismus.

Der wesentliche Unterschied liegt in der buddhistischen anatman-Lehre (http://www.rpi-virtuell.net/modul/relilex/artikel.ph...).

Der Budhismus ist berhaupt nicht auf Gtter (devas) bezogen - sie spielen in der Mythologie und der Kosmologie noch eine gewisse Rolle, ansonsten gelten sie bestenfalls als besonders langlebige aber nichtsdestotrotz vergngliche Wesen die darber hinaus im Heilsprozess berhaupt keine Rolle spielen. Die Existenz eines berzeitlichen / ewigen Schpfergottes (ishvara) bestreitet der Buddhismus.
Der Sangha - die buddhistische Praxisgemeinschaft - stellte sich ausdrcklich auerhalb der Kastengesellschaft, mit Eintritt in den Sangha durch die dreifache Zufluchtnahme verlor eine frhere Kastenzugehrigkeit ihre Bedeutung.

 Aus der anatman-Lehre folgt natrlich, dass es keinen dauerhaft ber eine individuelle Lebensspanne hinaus existierenden Trger von karma gibt, der reinkarniert werden knnte. Mithin ist das buddhistische Verstndnis von karma und Reinkarnation (im buddhistischen Kontext ein schlicht verfehlter Ausdruck) auch ein anderes als im Hinduismus und erst recht ein anderes als bei westlichen Esoterikern.

Gre bzw. Reinheit bestehe alleine in der inneren Verwirklichung des Befreiungsweges.

Buddhas Umdeutung der brahmanischen Hauptlehren

1) Reinkarnation versus Wiedergeburt: Aus brahmanischer Sicht verluft der spirituelle Aufstieg ber die Leiter der "Reinkarnationen" einer gleich bleibenden "Seele" oder eines "Selbst", das sich durch die Erfllung der ihm per Geburt zugewiesenen (und von den Brahmanen bestimmten) Kastenpflichten hocharbeiten msse. Im Buddhismus zhlt alleine die Verwirklichung des spirituellen "Pfades" (Magga) mit Ethischer Motivation, Geistiger Sammlung oder Intuitivem Wissen in diesem Leben, deren Quelle eine im Alltag wachsende "Treffliche Achtsamkeit" und in systematisch eingebter Form "Meditation" (Bhvana) ist. Um diesen Zweck (des Lebens) zu verwirklichen, msse man nicht erst in einen bestimmten Stand oder mit einem bestimmten Geschlecht geboren sein. "Wiedergeburt" (Punabbhava) meint hier primr den leid- und angstvollen Prozess der geistigen Verstrickung in die Welt, aus "verfehlter" Identifikation mit den stetig wegflieenden, letztlich ungreifbaren Phnomenen als ein "Selbst" bzw. "Mein". "Altern" meint hier primr das Dahinschwinden, und "Tod" den Abbruch all dessen, was man begehrt oder ergreift. Die nachtodliche Wiedergeburt ist die gesetzmige, rein prozesshafte bzw. "Selbst"-lose Fortfhrung dieser lebensimmanenten "Zyklen", wobei das dominante Bewusstsein im Leben den "Daseinsbereich" (Gati) danach bestimmt.

2) Karma: Aus brahmanischer Sicht entsteht "gutes oder schlechtes Karma" aus der Erfllung oder Missachtung der unterschiedlichen Kastenpflichten. Im Buddhismus ist "Karma" (Wirken, Sichauswirken) das innere Gesetz von Ursache und Wirkung beim Verursacher als einem absichtsvoll Handelnden, welches in den Daseinskreislauf "Samsra" verstrickt. Hier bemisst sich die Qualitt des Karma alleine an der ethischen oder unethischen Qualitt der wahren "Absicht" (Cetana) hinter dem Tun. So umfasst Karma den subtilen Zusammenhang zwischen der Handlungsqualitt (als der Absicht) und deren kurz- oder langfristigen (Rck-)Wirkungen. Der Buddha lehrt: "Die Absicht nenne ich Karma. Denn wo Absicht wirkt, bt man Tat in Werk, Wort oder Gedanke". Der Mastab fr eine "heilsame" (kusala) oder "unheilsame" (akusala) Absicht ist, ob sie bei anderen und damit letztlich einem selbst Glck oder Leid schafft. Die verabsolutierenden Kategorien "gut" oder "bse" sind hier nicht blich, sondern Relationsbegriffe wie "heilsam" und "unheilsam".

"Karma" ist eine Lehre der "Konventionellen Realitt" fr die Gesellschaft, die im vorbereitenden Sinne auch heilsentscheidend ist. Trotzdem geht es paradoxerweise letztlich darum, mit der Schau der "Selbst"-losen bzw. "Hchsten Realitt" die Bindung durch alle Karmakrfte aufzulsen, die im Glauben an ein getrenntes "Selbst" oder dem damit verbundenen, fixierenden "Drsten und Ergreifen" grnden. Diese Blickrichtung des Buddhismus ist besonders im Zen betont worden.

3) Arier/schaft: Aus brahmanischer Sicht sind die Angehrigen der drei hheren Klassen "Arier" oder "Edle", hier somit ein Zustand, der mit der Geburt als lebens-lang festgeschrieben gilt. Der Erwachte hat den Begriff "Arier" neu gefllt. Bei ihm umfasst er lediglich die spirituell Verwirklichten, die auf dem inneren Befreiungs-weg durch die Auflsung bestimmter "Fesseln" (Samyojana) den "Stromeintritt" als den gewissen "point of no return" verwirklicht haben. Ab diesem Punkt sei es nur noch eine Frage der Zeit, bis die ewig stille Mitte der gewhnlich im "Nichtsehen, Durst und Ergreifen" rotierenden Geistestrommel im "Nirvna" (wrtlich das "Ver-lschen" aller inneren Leidursachen) eintreten werde. Folglich hat es in der Urgemeinde des Buddha viele ehemalige Niedrigkastige und Kastenlose, Laien und Frauen gegeben, die als Arier galten. Der Erwachte verwendet als anderen Ausdruck fr "Arier" auch "Wahrer Mensch" (Sappurisa); der also das verwirklicht, was den Menschen im Herzen ausmacht, was ihn berhaupt erst zum "Mensch(lich)en" macht. In dieser Grundsicht gilt der Mensch als potentiell erwacht.

4) Dharma: Aus Sicht der Brahmanen bedeutet "Dharma" traditionell primr jene unterschiedlichen Kastenpflichten, die sie in den umfangreichen Dharma-Shstras und Dharma-Stras ausformuliert haben. Im Buddhismus umfasst "Dharma" (wrtlich "Das, was trgt, hlt oder heilt") das kulturbergreifende bzw. "Zeitlose, Universelle Gesetz" der Befreiung im Herzgeist. In diesem Sinne ist Dharma die innere "Pflicht" oder Ordnung, der ein Mensch nachkommen msse, um zu einem "Wahren Menschen" (Sappurisa) heranzureifen. Ausgehend von dieser Grundbedeutung als innerer "Pflicht" versteht Ajahn Buddhadsa, ein berhmter thailndischer Vater der frhbuddhistischen Achtsamkeitspraxis "Vipassan" (Hheres Sehen, Intuitives Verstehen) und des "Engagierten Buddhismus", den Dharma vierfach; nmlich als 1) "Natur", 2) "Natrliche Wahrheit" bzw. "Gesetz der Natur", 3) die dementsprechende "Menschliche Pflicht", sowie die 4) "Frucht der Erfllung dieser Pflicht". Sie ist die wachsende Befreiung im Herzgeist mit dem Krper. Jeder dieser vier Bereiche gilt hier als "Dharma" bzw. "Das, was trgt, hlt oder heilt".

5) Befreiende Schau: Der wichtigste Unterschied zwischen den Brahmanen und dem Buddha liegt in der Sicht vom Hchsten. Das Wahre Selbst "tman", das eins mit der Weltseele "Brahman" sei, ist die "Absolute Wahrheit" in der Religion der Brahmanen. Die "Drei Merkmale" (Tilakkhan): "Alles fliet, trgt nicht wirklich, im allbezogenen Nicht-Selbst", sind die "Hchste Wahrheit" in der Befreiungslehre des Erwachten. Sie gelten als die "(wahre) Natur der Dinge", die blo in der konkreten Welterfahrung mit Trefflicher Achtsamkeit "sichtbar" wird.

 

 

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